Warum mein Tierheim-Verein jetzt Hunde und Katzen im Video "sprechen" lässt

Anna KellerVon Anna Keller
Veröffentlicht am 6/21/20265 min read
Warum mein Tierheim-Verein jetzt Hunde und Katzen im Video "sprechen" lässt

Warum mein Tierheim-Verein jetzt Hunde und Katzen im Video "sprechen" lässt

FreeLipSync Startseite mit Upload-Bereich und Beispielvideos So ein Talking-Head-Clip entsteht bei FreeLipSync in wenigen Minuten – das Prinzip funktioniert genauso gut mit einem Tierfoto.

Ich helfe seit letztem Jahr ehrenamtlich beim Social-Media-Auftritt eines kleinen Tierschutzvereins in der Nähe von Köln. Letzte Woche kam die Meldung über die Doku-Reihe "Tierbrücke" wieder hoch, bei der ein spontaner Spendenaufruf für ein Tierheim in der Ukraine innerhalb von zweieinhalb Stunden über 100.000 Euro eingebracht hat – der Spendenserver ist sogar kurz abgestürzt. Das hat mich nochmal daran erinnert, wie viel Wirkung ein einziges gutes Video haben kann, wenn man Tieren eine "Stimme" gibt.


Kurzfazit

Für unsere Vermittlungs- und Spendenvideos ist FreeLipSync inzwischen mein Standard-Tool: Foto vom Hund oder der Katze hochladen, Text eintippen, fertig ist ein Clip, in dem das Tier scheinbar selbst um ein Zuhause oder eine Spende bittet – kostenlos, ohne Wasserzeichen, ohne Account-Zwang.


Warum das gerade jetzt wichtig ist

Tierheime in Deutschland bauen ihre Social-Media-Präsenz massiv aus. Das Tierheim Krefeld hat zum Beispiel vor rund einem Jahr angefangen, seinen Auftritt auf Instagram, Facebook und TikTok komplett neu zu gestalten, um Menschen aus ganz Deutschland zu erreichen – nicht nur aus der eigenen Stadt. Und der Trend bei den Inhalten ist eindeutig: "sprechende" Tiervideos sind auf TikTok und Instagram zu einem viralen Format geworden, weil sie einfach mehr Aufmerksamkeit bekommen als ein normales Foto mit Bildunterschrift.

Beispiel für ein KI-Lip-Sync-Porträtvideo Auch bei einem einfachen Porträtfoto reicht ein Upload, um daraus einen sprechenden Clip zu machen.

Das Problem, das ich bei unserem Verein ständig sehe: Wir haben keine Filmcrew, kein Budget, und die meisten Ehrenamtlichen haben schlicht keine Zeit, für jedes vermittlungsbereite Tier ein aufwendiges Video zu drehen. Ein Foto haben wir aber fast immer. Und genau da kommt Lip-Sync ins Spiel – aus einem stillen Foto wird ein Clip, der wirkt, als würde das Tier selbst erzählen, warum es ein Zuhause sucht.


FreeLipSync im Detail – wie ich die Videos für unseren Verein mache

Mein Workflow ist mittlerweile ziemlich simpel geworden. Ich fotografiere das Tier (am liebsten von vorne, gut beleuchtet), lade das Bild bei FreeLipSync hoch, schreibe einen kurzen Text aus der Tier-Perspektive – "Hallo, ich bin Lucky, ich bin drei Jahre alt und suche ein ruhiges Zuhause mit Garten" – und wähle eine passende Stimme aus den Presets. Nach ein, zwei Minuten Rendering kommt ein Clip raus, bei dem die Lippenbewegung erstaunlich gut zur Tonspur passt, sogar bei einem Tiergesicht, das ja anatomisch anders aufgebaut ist als ein Mensch.

Was der kostenlose Plan konkret hergibt

Für unsere Zwecke reicht die Gratis-Stufe fast immer aus, denn ein Vermittlungsclip muss nicht lang sein:

  • 0 € für immer, keine Kreditkarte, kein Abo nötig
  • Videos bis 20 Sekunden Länge
  • Text-Eingabe bis 133 Zeichen für die Sprachausgabe (Text-to-Speech)
  • Kein Wasserzeichen im fertigen Video
  • 1 Video gleichzeitig in Bearbeitung
  • Zugriff auf über 500 Sprachen und Akzente – praktisch, wenn wir mal ein Video für eine englischsprachige Patin posten wollen

20 Sekunden klingen erst mal wenig, aber für "Hallo, ich bin Lucky, ich suche ein Zuhause" plus zwei, drei Sätze zum Wesen des Tieres reicht das locker. Kürzer ist für Social Media sogar oft besser – die Leute scrollen schnell weiter, wenn ein Clip zu lang wird.

Wenn der Verein doch mal mehr braucht

Für unsere große Jahres-Spendenkampagne, bei der wir mehrere Tiere in einem längeren Zusammenschnitt vorstellen wollten, bin ich kurz auf den Starter-Plan für 4,99 $ im Monat gewechselt: kein Wasserzeichen, 20 Pro-Videos pro Monat, bis zu 3 Videos gleichzeitig in Bearbeitung, Videos bis 3 Minuten Länge und Skripte bis 800 Zeichen. Für einen einzelnen Spendenaufruf mit mehreren Tieren und etwas mehr Text war das genau richtig. Der Pro-Plan für 29,99 $ im Monat (unbegrenzte Pro-Videos, bis zu 10 gleichzeitig, Videos bis 60 Minuten, Skripte bis 16.000 Zeichen, priorisiertes Rendering) lohnt sich für uns als kleinen Verein aktuell nicht – das wäre eher etwas für größere Tierheime, die täglich neue Vermittlungstiere posten.

FreeLipSync Preisübersicht mit kostenlosem, Starter- und Pro-Plan Auch bei Beispielclips mit Bewegung im Hintergrund bleibt die Lippensynchronisation stabil – wichtig, wenn das Tierfoto nicht im Studio entstanden ist.


Was Mango-Tools und Co. anders machen

Es gibt durchaus andere kostenlose Anbieter für "sprechende Tier"-Videos, zum Beispiel Mango Animate oder ähnliche Browser-Tools. Die liefern teilweise ganz nette Ergebnisse, aber bei den Tests, die ich gemacht habe, war entweder die Synchronität bei Tiergesichtern schlechter, oder es gab ein Wasserzeichen, das man nur gegen Bezahlung wegbekommt. FreeLipSync war in unserem Fall einfach das Tool, bei dem die kostenlose Version tatsächlich nutzbar war, ohne dass am Ende ein Logo mitten im Spendenaufruf-Video klebt.


Fazit

Ehrlich gesagt hätte ich vor einem Jahr nicht gedacht, dass ich mal "KI-Lippensynchronisation" und "Tierheim" in einem Satz benutze. Aber wenn ein einziger gut gemachter Clip von einem ukrainischen Tierheim über 100.000 Euro in zweieinhalb Stunden einbringen kann, dann ist klar: Tiere, die scheinbar selbst erzählen, was sie brauchen, wirken einfach anders als ein stilles Foto mit Text drunter. Wenn euer Verein oder Tierheim sowas mal ausprobieren will – einfach ein Foto hochladen und schauen, was rauskommt: freelipsync.com


Quellen