Die FreeLipSync-Startseite — wo jede lokalisierte Sprachversion am Ende neu lippensynchron wird.
Ich lokalisiere Videos — für kleine Marken, die ihren einen guten Clip in zehn Sprachen brauchen. Und der Fehler, der mich am Anfang am meisten Nerven gekostet hat, war nicht der Ton und nicht die Lippen. Es war der Moment, in dem ein Übersetzer aus reinem Fleiß auch den Produktnamen mitübersetzt hat. Aus „FlowBox" wurde in der französischen Fassung plötzlich „la boîte à flux". Charmant. Und für die Marke ein kleiner Albtraum.
2026 ist das wichtiger denn je, aus einem Grund, den viele übersehen: Das Glossar ist längst nicht mehr nur eine Hilfe für Menschen. Es ist auch die Kontextquelle für KI-Übersetzung. Wenn du keine „Do not translate"-Liste (DNT) pflegst, entscheidet die Maschine selbst, was Markenname bleibt und was übersetzt wird — und sie entscheidet gern falsch. Also: hier ist die Liste, die ich vor jedem Projekt anlege.
Kurzes Fazit
Bau zuerst eine „Nicht übersetzen"-Liste, lokalisiere dann, und synchronisiere die Lippen am Schluss mit FreeLipSyncs Wav2Lip-Online-Tool neu. Genau in der Reihenfolge. Das Tool ist kostenlos zum Starten, ohne Anmeldung testbar, und der erste Clip ist in rund einer Minute fertig. Hier ausprobieren →
Was auf die „Nicht übersetzen"-Liste gehört
Kurz und konkret, das sind die fünf Kategorien, die ich immer sperre:
Markenname und Produktnamen. Der Firmenname ist fast immer englisch — und bleibt es. Ebenso Produkt- und Feature-Namen. „FlowBox" ist „FlowBox", in jeder Sprache.
Rechtliche und regulatorische Formulierungen. Zertifizierungsnamen, Warnhinweise mit fester Formulierung, geschützte Claims. Die übersetzt man nicht kreativ um — die stehen im Original oder in der offiziell freigegebenen Fassung.
Technische Tokens. Codebegriffe, Dateinamen, UI-Beschriftungen, Tastenkürzel. Wenn im Video „klicke auf Export" steht und der Button in der App „Export" heißt, darf die Tonspur nicht „Ausfuhr" sagen.
Eigennamen. Personen, Orte, Handles. Klingt selbstverständlich, geht trotzdem ständig schief.
Und der wichtigste Sonderfall: harte Zahlen. Preise, Prozente, Fristen, Modellnummern. Die gehören meiner Meinung nach gar nicht in die Tonspur, sondern als Bauchbinde auf den Screen plus auf die offizielle Seite — dazu gleich mehr.
Der Ablauf, Schritt für Schritt
Erst Glossar, dann Übersetzung, dann neu synchronisieren. Immer diese Reihenfolge.
Erstens: DNT-Liste als simple Tabelle — Begriff, „nicht übersetzen", kurze Notiz warum. Zweitens: übersetzen (Mensch oder KI), aber die Liste vorher mitgeben, damit die gesperrten Begriffe unangetastet bleiben. Drittens: eine muttersprachliche Person prüft — besonders, ob die gesperrten Begriffe wirklich im Original stehen. Erst danach synchronisiere ich die Lippen zur neuen Tonspur neu.
Was mich am kostenlosen Tarif überzeugt hat: du bekommst Clips bis 20 Sekunden sofort, ohne Anmeldung, und ein kostenloses Login schaltet einen wasserzeichenfreien Download in niedriger Auflösung frei. Für schnelle Test-Durchläufe — Glossar sitzt? Lippen sauber? — ist das genau richtig.
Eine Aufnahme, viele Sprachversionen — mit einer DNT-Liste bleibt der Markenname überall gleich.
Bei 500+ Sprachen brauchst du diese Disziplin umso mehr: Je mehr Versionen, desto öfter „rutscht" ein Produktname durch. Ein Clip generiert in etwa 30 Sekunden, ein ganzes Sprachset ist also eine Kaffeepause — die eigentliche Arbeit steckt in der Liste davor.
Die ehrlichen Grenzen (bitte lesen)
Zahlen sind der Kern. Preise, Rabatte und Fristen ändern sich — und ein falscher Betrag in einem Video, das du nicht eben mal umschneidest, ist echter Ärger. Deshalb: exakte Zahlen als eingeblendeten Text und auf die offizielle Seite, nicht fest in die gesprochene Tonspur. Und wenn eine Zahl doch gesprochen werden muss, lässt eine muttersprachliche Person sie prüfen, bevor neu synchronisiert wird.
Zwei weitere Regeln: nur eigenes oder lizenziertes Material, und jede Fassung als KI-generiert kennzeichnen. Die Lippen sitzen perfekt — eine holprige Übersetzung liest sich trotzdem holprig.
Wie es sich gegen die Alternativen schlägt
FreeLipSync-Preise: kostenlos starten, bezahlte Tarife schalten HD, längere und kommerziell nutzbare Videos frei.
Ich habe die üblichen Namen geprüft. HeyGen macht schicke Avatare, ist aber ein Abo (rund 29 $/Monat) für Corporate-Talking-Heads. D-ID kann viel, das kostenlose Ergebnis trägt aber ein Wasserzeichen. Wav2Lip als Original ist frei und Open Source, aber ein Entwickler-Werkzeug — Repo klonen und Notebook bändigen ist nicht jedermanns Sache. Die Wav2Lip-Online-Variante nimmt mir genau diesen Teil ab.
Für meinen konkreten Job — kurz, viele Sprachen, schnelles Neu-Synchronisieren, meist kostenlos — hat FreeLipSync gewonnen, weil ich ohne Konto und ohne Karte loslegen konnte.
Wer sollte was nutzen
Wer regelmäßig lokalisiert, braucht die DNT-Liste — Punkt. Wer nur einen einzelnen Clip synchronisieren will, nimmt ein Web-Tool und ist fertig. Wer gern programmiert, greift zum originalen Wav2Lip. Alle anderen: Liste bauen, übersetzen lassen, prüfen, neu synchronisieren.
Abschließende Gedanken
Die „Nicht übersetzen"-Liste ist der unspektakulärste Teil der ganzen Lokalisierung — und der, der am meisten Peinlichkeiten verhindert. Bau sie einmal ordentlich, und dein Markenname klingt in zwanzig Sprachen gleich. Wenn du deine erste Fassung neu synchronisieren willst, fang mit dem Wav2Lip-Online-Tool an — kostenlos zu testen, erster Clip in einer Minute. Jetzt neu synchronisieren →
Sources
- FreeLipSync — Startseite und Wav2Lip Online
- Crowdin — Localization Terminology Glossary: Benefits and How to Use It
- Lokalise — Localization glossary: How to use it when translating
- GTE Localize — Localization Glossary For Better Brand Consistency
